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Bush will Stammzellen-Forschung unter Auflagen staatlich fördern
Crawford (vwd/AFP/ptr) - US-Präsident George W. Bush will die umstrittene Stammzellen-Forschung unter strikten Auflagen mit staatlichen Mitteln fördern. "Die Stammzellen-Forschung birgt großartige Möglichkeiten, zugleich aber auch große Gefahren", sagte der Präsident am Donnerstag in einer Fernsehansprache an die Nation. "Deshalb werden wir mit großer Vorsicht vorgehen." Eine Förderung mit Bundesmitteln wird es demnach nur für die Forschung an Stammzellen geben, die bei künstlicher Befruchtung übrig bleiben

Große Fortschritte könne auch die Forschung an "Nabelschnüren, der Plazenta, adulten Stammzellen und Tieren" bringen, sagte der Präsident weiter. Dafür werde seine Regierung in diesem Jahr 250 Mio USD bereit stellen. Bush hatte lange mit der Entscheidung gerungen, was er auch in seiner Rede betonte. Noch im Wahlkampf im vergangenen Jahr hatte er sich strikt gegen die Stammzellen-Forschung ausgesprochen. Er habe mit zahlreichen Experten und Politikern gesprochen, sagte er. Er werde einen Ethikrat benennen, in dem Wissenschaftler, Juristen, Theologen "und andere" Regeln für die Gentechnik festlegen sollen, kündigte der Präsident an.
Bush sagte, die Stammzellenforschung befinde sich auf „ethischen Minenfeldern“. Auf der einen Seite seien mit ihr große Hoffnungen verbunden, auf der anderen liege sie an der Grenze großer menschlicher Gefahren. Der nächste Schritt könne das Klonen von Menschen sein. Er lehne das strikt ab. „Selbst das nobelste Ziel rechtfertigt nicht jedes Mittel“, sagte der Präsident. Er habe daher entschieden, nur die Forschung mit den bereits vorhandenen Stammzellenlinien zu fördern, wo die „Entscheidung über Leben und Tod bereits gefallen ist“.
Konservative Kreise in den USA, vor allem aber die katholische Kirche und andere religiöse Gruppen, lehnen eine jede Stammzellen-Forschung ab, da die Zellen unter anderem von abgetriebenen Embryos gezüchtet werden.


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