 Prognose: Schröder vor der Wiederwahl
Das dürfte dem Kanzler zu Beginn seiner elftägigen Sommerreise durch Ostdeutschland, Bayern und die Nachbarstaaten Polen und Tschechien Rückenwind geben: Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, sagt voraus, dass Gerhard Schröder ein Wahlsieg im nächsten Jahr kaum noch zu nehmen ist. Einzige Einschränkung: Die SPD darf sich keine größeren Patzer erlauben.
In einer Analyse für die Kölner Tageszeitung "Express" verweist Güllner auf Schröders überragende Sympathiewerte, von denen Vorgänger Helmut Kohl (CDU) "16 Jahre lang nur geträumt" hatte. Wenn die SPD nicht patzt und sich voll hinter Schröder stellt, sei ihm der Wahlsieg 2002 "schwer zu nehmen".
Der Union gibt Güllner weder mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel noch mit CSU-Chef Edmund Stoiber als Kanzlerkandidaten große Erfolgschancen. Merkel habe "menschliche Sympathie nicht in politische Achtung umwandeln können. Da sie inzwischen weder Rückhalt genießt noch neue Wähler für die CDU gewinnen konnte, ist eine Niederlage vorprogrammiert". Auch Stoibers Aussichten gegen Schröder seien "eher gering, da ihn nur seine Landsleute lieber als Schröder als Kanzler haben".
Platz 3 in der Parteien-Wertung, da ist sich Güllner sich, wird die FDP einnehmen: Bei einer Kanzlerkandidatur von Angela Merkel hat die FDP sogar große Chancen, ein Ergebnis über 10 Prozent zu erreichen. Für die Grünen bleibe dann nur der 4. Platz übrig. (Quelle: infoseek)
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